Infoabend der Stadtschulpflegschaft Rheinbach

Viele Eltern, deren Kinder von der Ablehnung an der Gesamtschule Rheinbach betroffen waren, werden im Rahmen einer Elterninitiative weiter für die Verbesserung der Schulsituation (insbesondere für die Gesamtschule) in Rheinbach kämpfen.
Da auch die Stadtschulpflegschaft und die Schulpflegschaften der Grundschulen aktiv an der Verbesserung mitarbeiten wollen, gab es Mitte Juni ein erstes Treffen, bei dem beschlossen wurde, die Eltern der aktuellen Drittklässler über die Situation zu informieren und wachzurütteln.
Dazu wurde kurzfristig ein Infoabend der Stadtschulpflegschaft in der Aula der Grundschule Merzbach organisiert.
Trotz der kurzfristigen Einladung unmittelbar vor den Sommerferien und der Tatsache, dass das Thema für viele Eltern der aktuellen Drittklässler noch nicht im unmittelbaren Entscheidungshorizont ist, war die Veranstaltung bereits mit mehr als 60 Eltern besucht.
Magnus Wagner informierte als Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft über die Aktivitäten der Elterninitiative, die problematische Gesetzeslage, die erwarteten Anmeldezahlen, die Raumsituation und mögliche Lösungsansätze, wie die sich anbahnende erneute Eskalation im nächsten Jahr, zumindest entschärft werden kann.
Für den Jahrgang 2019/2020 wird mit ca. 200 Anmeldungen an der Gesamtschule Rheinbach gerechnet. Das aktuelle Raumkonzept lässt aber nur fünf Klassen zu, womit nur ca. 125 Kinder einen Platz bekommen können. Dabei werden wohl auch weiterhin Kinder aus Swisttal gleichberechtigt wie Rheinbacher Kinder behandelt werden müssen, da laut Schulgesetz NRW nur dann die Distanz zur Schule als Vergabekriterium herangezogen werden darf, wenn es die gleiche Schulform in der Nachbargemeinde gibt. Daher ist eine Sekundarschule einer Gesamtschule nicht gleichzusetzen.
Von Seiten der Politik wird immer wieder der Standort Alfter als Dependance der Gesamtschule Rheinbach als mögliche Lösung des Problems genannt. Damit dort eine Gesamtschule entstehen kann, müssen mindestens 75 Anmeldungen aus der Gemeinde Alfter selbst vorliegen. Ob das erfüllt wird, kann man aber erst nach Ende des Anmeldeverfahrens im Februar 2019 sagen.
Aus Sicht der Elterninitiative und der Schulpflegschaften wollen wir aber nicht mehr warten, sondern selbst aktiv werden und alle Möglichkeiten ansprechen, mit Politik und Schulen diskutieren, um das Ziel zu erreichen, dass die Rheinbacher Kinder, deren Eltern mit ihren Gebühren die Rheinbacher Schulen finanzieren, auch einen Schulplatz in Rheinbach bekommen und nicht mit dazu beitragen, dass in anderen Gemeinden eine schwarze Null propagiert wird und unsere Grundsteuer regelmäßig angehoben wird.
Von Seiten der Elterninitiative und der Schulpflegschaften sind eine Reihe weiterer Aktionen geplant, über die wir in diesem Blog regelmäßig berichten werden.

Rheinbacher Eltern informieren Bürgerinnen und Bürger

Am heutigen Samstag haben zahlreiche, von der Absage der Gesamtschule Rheinbach betroffene Eltern gemeinsam mit den Kindern, aber auch zahlreichen Unterstützern, in der Rheinbacher Innenstadt auf die Situation aufmerksam gemacht.

In kürzester Zeit waren die 1.000 Flyer verteilt. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten schon vorher über das Internet von der Situation erfahren.

Es wurden viele Gespräche geführt und viele zeigten sich erschrocken darüber, dass es in unserer beschaulichen Schulstadt zu so einer Situation kommen kann.

Aktion Flyer verteilen

Am Samstag, 24.02.2018, ab 10 Uhr, verteilen viele der betroffenen Eltern Flyer in der Rheinbacher Innenstadt, um die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation aufmerksam zu machen.