Bescheid der Gesamtschule Rheinbach – “Eine Schule für alle”

Brief der Gesamtschule

Am 17.02.2018 erhielten alle Eltern, die ihr Kind an der Gesamtschule für den Übergang zur weiterführenden Schule zum Schuljahr 2018/2019 angemeldet hatten, einen Brief der Gesamtschule.

Oben rechts prangte auf dem Briefbogen groß das Logo der Gesamtschule mit dem Slogan “Eine Schule für alle”.

30 Rheinbacher Kinder erhalten keinen Schulplatz in Rheinbach

Für über 50 Kinder und Eltern, davon 30 aus dem Rheinbacher Gemeindegebiet, kam der Schock aber ein paar Zeilen tiefer.

Die Gesamtschule lehnte die Aufnahme der Kinder aufgrund von Kapazitätsengpässen ab und man hätte bis zum 16.03.2018 Zeit, sich einen Schulplatz an einer anderen weiterführenden Schule zu suchen.

Fast nur Jungen mit Realschulempfehlung betroffen

Da nahezu ausschließlich Jungen diese Ablehnung bekommen haben und davon auch fast alle eine Realschulempfehlung haben, war schnell klar, dass diese Kinder in der selbsternannten Schulstadt Rheinbach mit dem außergewöhnlich guten Bildungsangebot (so steht es zumindest am heutigen Tag auf der Homepage der Stadt Rheinbach) keinen Platz an einer weiterführenden Schule bekommen werden und mindestens bis Meckenheim fahren müssen (sofern überhaupt ausreichend Kapazitäten an der dortigen Realschule zur Verfügung stehen).

6. Zug ist nicht ausreichend

Selbst wenn, wie im Brief angesprochen, ein zusätzlicher 6. Zug an der Gesamtschule mit 27 Plätzen eingerichtet werden würde, könnten lt. Schreiben der Gesamtschule dann trotzdem nicht alle Rheinbacher Kinder einen Platz an der Gesamtschule bekommen (vermutlich ca. 17 von 30 Kindern).

“außergewöhnliches Bildungsangebot” der “Schulstadt”?

Es stellt sich die Frage, was in Rheinbach unter einem außergewöhnlich guten Bildungsangebot verstanden wird, wenn 30 Kinder mit Haupt- oder Realschulempfehlung kein Platz in einer weiterführenden Schule zur Verfügung gestellt werden kann.