Gespräch mit Frau Kalkbrenner – Bürgermeisterin der Gemeinde Swisttal

Eine wesentliche Ursache für die Probleme in Rheinbach ist der sehr hohe Anteil an Schülern, die von außerhalb der Gemeinde Rheinbach einpendeln und Schulplätze belegen, die dann für die Unterbringung aller Rheinbacher Kinder fehlen.

Der größte Teil der Kinder kommt aus der Gemeinde Swisttal. Bei den Veranstaltungen der Elternvertreter waren auch immer wieder Eltern aus Swisttal anwesend, die auch darum bangen, dass ihr Kind keinen Platz an einer weiterführenden Schule in Rheinbach erhalten wird. Es wurden Kinder bewusst schon in Rheinbacher Grundschulen geschickt, obwohl vor Ort ein Grundschulplatz verfügbar gewesen wäre, um später eine bessere Chance auf einen Platz an einer weiterführenden Schule in Rheinbach zu haben.

Warum ist die Situation so, obwohl es in der Gemeinde Swisttal die Sekundarschule in Heimerzheim gibt, deren Lehrpläne etc. identisch mit denen der Gesamtschule Rheinbach sind? Der einzige Unterschied besteht darin, dass in Heimerzheim kein Abitur erworben werden kann und nach der Klasse 10 auf eine andere Schule gewechselt werden muss. Zudem kämpft die Schule in Heimerzheim um ihre Existenz, da die Schülerzahlen regelmäßig so gering sind, dass die Mindestanzahl von 75 Anmeldungen für 3 Klassen kaum oder gerade eben so erreicht wird.

Termin im Rathaus der Gemeinde Swisttal am 02.07.2018

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, aber auch um die Gemeinde/Schule in Swisttal mit unterstützen zu können, wurde ein Gesprächstermin mit Frau Kalkbrenner vereinbart, die als Bürgermeisterin der Gemeinde Swisttal auch als zuständiger Schulträger für die Sekundarschule Heimerzheim verantwortlich ist.

Am 02.07.2018 fand das Gespräch zwischen Frau Kalkbrenner, Herr Magnus Wagner (Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft Rheinbach) und Herrn Alireza Karimi (Sprecher der Elterninitiative Rheinbach) im Rathaus der Gemeinde Swisttal statt.

In einem offenen konstruktiven Gespräch wurden die Fragestellungen mit Frau Kalkbrenner diskutiert. Sie kann das Aufbegehren der Rheinbacher Elternschaft verstehen und begrüßt einen solchen Einsatz auch, wenn Eltern und Bürger für die Schulen in der eigene Gemeinde kämpfen.

Die Situation in Swisttal ist leider so (wie wir Rheinbacher es auch schon wahrgenommen haben), dass die Sekundarschule in Heimerzheim als ehemalige Hauptschule mit einem eher schlechten Ruf zu kämpfen hat. Dies aber völlig grundlos. In Heimerzheim wird viel unternommen und es gibt auch eine Reihe von Partnerschaften mit Schulen in den umliegenden Gemeinden, um den Kindern einen möglichst reibungslosen Übergang in die Sekundarstufe II an einer anderen Schule zu ermöglichen.

Laut Frau Kalkbrenner wird die Anbindung der Sekundarschule Heimerzheim in der Öffentlichkeit auch immer falsch dargestellt. So können zum Beispiel die Kinder aus Odendorf die Schule in Heimerzheim in knapp 30 Minuten erreichen und der Bus hält direkt an der Schule und die Kinder müssen nicht noch durch die halbe Stadt laufen.

Frau Kalkbrenner ist grundsätzlich dazu bereit, Gespräche zu führen, um eine überregionale Lösung für die Schulproblematik zu finden. Hierzu sollen Abstimmungen mit den Schulträgern aus den Nachbarkommunen stattfinden. Sie spricht sich aber auch dafür aus, dass aus der Elternschaft Druck, insbesondere in Richtung Landespolitik, aufgebaut wird. Sie würde es auch begrüßen, wenn es in ihrer Gemeinde einen Zusammenschluss von Eltern gibt, die in Kooperation mit den Rheinbacher Eltern für die Verbesserung der Schulsituation in beiden Gemeinden kämpfen.

Die Vertreter der Rheinbacher Eltern werden ihren Einsatz fortführen und als nächstes mit der Schulleitung der Sekundarschule in Heimerzheim sprechen.

Imageprobleme der Sekundarschule und neuer Name 

Über die Imageprobleme der Sekundarschule wird auch im Swisttaler Rathaus diskutiert.

Es wird überlegt der Schule einen neuen Namen zu geben,.

Zu dem Thema erschienen am 11.04.2018 gleich zwei Artikel im General Anzeiger  die ebenfalls hier im Blog verlinkt wurden:Schulentwicklung – Ein neuer Name für die Sekundarschule in Swisttal?

Infoabend der Stadtschulpflegschaft Rheinbach

Viele Eltern, deren Kinder von der Ablehnung an der Gesamtschule Rheinbach betroffen waren, werden im Rahmen einer Elterninitiative weiter für die Verbesserung der Schulsituation (insbesondere für die Gesamtschule) in Rheinbach kämpfen.
Da auch die Stadtschulpflegschaft und die Schulpflegschaften der Grundschulen aktiv an der Verbesserung mitarbeiten wollen, gab es Mitte Juni ein erstes Treffen, bei dem beschlossen wurde, die Eltern der aktuellen Drittklässler über die Situation zu informieren und wachzurütteln.
Dazu wurde kurzfristig ein Infoabend der Stadtschulpflegschaft in der Aula der Grundschule Merzbach organisiert.
Trotz der kurzfristigen Einladung unmittelbar vor den Sommerferien und der Tatsache, dass das Thema für viele Eltern der aktuellen Drittklässler noch nicht im unmittelbaren Entscheidungshorizont ist, war die Veranstaltung bereits mit mehr als 60 Eltern besucht.
Magnus Wagner informierte als Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft über die Aktivitäten der Elterninitiative, die problematische Gesetzeslage, die erwarteten Anmeldezahlen, die Raumsituation und mögliche Lösungsansätze, wie die sich anbahnende erneute Eskalation im nächsten Jahr, zumindest entschärft werden kann.
Für den Jahrgang 2019/2020 wird mit ca. 200 Anmeldungen an der Gesamtschule Rheinbach gerechnet. Das aktuelle Raumkonzept lässt aber nur fünf Klassen zu, womit nur ca. 125 Kinder einen Platz bekommen können. Dabei werden wohl auch weiterhin Kinder aus Swisttal gleichberechtigt wie Rheinbacher Kinder behandelt werden müssen, da laut Schulgesetz NRW nur dann die Distanz zur Schule als Vergabekriterium herangezogen werden darf, wenn es die gleiche Schulform in der Nachbargemeinde gibt. Daher ist eine Sekundarschule einer Gesamtschule nicht gleichzusetzen.
Von Seiten der Politik wird immer wieder der Standort Alfter als Dependance der Gesamtschule Rheinbach als mögliche Lösung des Problems genannt. Damit dort eine Gesamtschule entstehen kann, müssen mindestens 75 Anmeldungen aus der Gemeinde Alfter selbst vorliegen. Ob das erfüllt wird, kann man aber erst nach Ende des Anmeldeverfahrens im Februar 2019 sagen.
Aus Sicht der Elterninitiative und der Schulpflegschaften wollen wir aber nicht mehr warten, sondern selbst aktiv werden und alle Möglichkeiten ansprechen, mit Politik und Schulen diskutieren, um das Ziel zu erreichen, dass die Rheinbacher Kinder, deren Eltern mit ihren Gebühren die Rheinbacher Schulen finanzieren, auch einen Schulplatz in Rheinbach bekommen und nicht mit dazu beitragen, dass in anderen Gemeinden eine schwarze Null propagiert wird und unsere Grundsteuer regelmäßig angehoben wird.
Von Seiten der Elterninitiative und der Schulpflegschaften sind eine Reihe weiterer Aktionen geplant, über die wir in diesem Blog regelmäßig berichten werden.

Infoabend der Stadtschulpflegschaft – 28.06.2018 20:00 Uhr Aula KGS Merzbach

Die Kapazitätsengpässe an der Rheinbacher Gesamtschule haben nicht nur die Vorjahre oder das aktuelle Jahr 2018 betroffen.

Wir werden in Rheinbach auch in den nächsten Jahren (bis mind. 2021) mit dieser Situation konfrontiert sein. Die bisherige Lösung, die durch Erweiterung auf eine sechszügige fünfte Klasse bestand, wird in den kommenden Jahren aber aufgrund der Raumsituation nicht mehr möglich sein!

Wir als Rheinbach Eltern setzen uns dafür ein, dass alle Rheinbacher Kinder einen Schulplatz an einer weiterführenden Schule in unserer Gemeinde erhalten können.

Für alle Fragen und Anregungen und Interessierte wurde Seitens der Stadtpflegschaft in Zusammenarbeit mit der Elterninitiative ein Infoabend in Merzbach geplant.

Der Infoabend der Stadtschulpflegschaft Rheinbach zum Stand der Schülerkapazitäten in den weiterführenden Schulen findet am 28.06.2018 um 20:00 Uhr in der Aula der KGS Merzbach, Weidenstrasse 10, 53359 Rheinbach / Merzbach statt

  • Stadtschulpflegschaft: was ist das genau
  • Bericht über die Vergabe von Schulplätzen an den Rheinbacher Schulen zum Schuljahr 2018/2019
  • Erwartete Anmeldezahlen für das Schuljahr 2019/2020
  • Infrastruktur und Raumkonzept der GE Rheinbach
  • Aufnahmepflicht von Kindern aus anderen Gemeinden -> mögliche Lösungen
  • Landesgesetze, Vorgaben und andere Rahmenbedingungen

Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere an alle Eltern der Kinder, die im Jahr 2019 in eine weiterführende Schule wechseln werden, aber auch an die Eltern der Kinder, die in den darauffolgenden Jahren vor diesem Wechsel stehen werden, da wir bis mindestens 2021 mit den Kapazitätsproblemen rechnen müssen.

Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport am 16.05.2018

Am 16.05.2018 findet ab 18:00 Uhr im Großen Sitzungssaal im Rathaus der Stadt Rheinbach (Schweigelstr. 23) wieder eine Sitzung des Ausschusses für Schule  Bildung und Sport statt.

Ein Thema wird der Bürgerantrag zur Etablierung eines Sozialarbeiters in der Gesamtschule sein.

Es wird aber auch über den aktuellen Sachstand gesprochen.

Dabei wird sicher auch das Thema weiterführende Schule für die aktuellen Drittklässler thematisiert werden.

Hier müssen die Eltern frühzeitig aktiv werden, da sich eine ähnliche Situation wie in diesem Jahr abzeichnet,  aber eine Lösung über die Einführung einer sechsten Klasse wohl aufgrund der Raumsituation an der Gesamtschule nicht mehr möglich ist.

Daher sind alle Eltern und insbesondere die der aktuellen dritten Klassen aufgerufen, an der Ratssitzung und weiteren Aktivitäten teilzunehmen, die wir in Zukunft initiieren werden.

 

General Anzeiger – Imageprobleme und neuer Name für die Sekundarschule in Swisttal?

Da das Thema der mangelnden Anzahl an Schulplätzen eng mit der geringen Anzahl an Anmeldungen an der Sekundarschule verknüpft ist, verlinken wir hier auch zukünftig Artikel die sich mit der Sekundarschule in Heimerzheim befassen.

Im General Anzeiger erschienen am 11.04.2018 gleich zwei Artikel zum Namen der Sekundarschule und dem Imageproblem der Schule.

Schulentwicklung – Ein neuer Name für die Sekundarschule in Swisttal?

Diskussion um Änderung – Name der Swisttaler Schule ist “ein sensibles Thema”