Blick Aktuell: 12.04.2017: Rheinbacher Schulausschuss diskutiert neue Situation

Bei den Recherchen zu der Thematik Schülerzahlen an der Rheinbacher Gesamtschule sind wir unter anderem auf einen Artikel in Blick Aktuell vom 12.04.2017 gestoßen.

Es wurde primär darüber berichtet, dass aufgrund der hohen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2017/2018 ein sechster Zug beschlossen wurde.

Über die weitere Zukunft sollte zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen werden.

Für uns als betroffene Eltern ist nahezu ein Jahr später die Zukunft eingetreten, ohne dass eine Lösung gefunden wurde.

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General Anzeiger: Gesamtschul-Dependance soll 2019/2020 in Alfter starten

Am 22.02.2018 erschien im General Anzeiger wieder ein Artikel im Zusammenhang mit der Rheinbacher Gesamtschule. Es wird die Einrichtung einer Dependance in Alfter Oedekoven thematisiert.

Für die aktuell 30 abgelehnten Rheinbacher Kinder wird das keine Lösung bringen. Da aber auch die folgenden Jahrgänge in Rheinbach sehr stark sind, ist auch im nächsten Jahr wieder mit einer ähnlichen Situation an der Rheinbacher Gesamtschule zu rechnen, sollte nicht eine andere Lösung gefunden werden.

Viele Eltern von Rheinbacher Drittklässlern verfolgen daher bereits die Diskussion zur Dependance in Alfter mit großem Interesse. Es kam schon die Fragestellung auf, ob dann Rheinbacher Kinder mit dem Schulbus nach Alfter gefahren werden sollen.

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Rheinbacher Eltern informieren Bürgerinnen und Bürger

Am heutigen Samstag haben zahlreiche, von der Absage der Gesamtschule Rheinbach betroffene Eltern gemeinsam mit den Kindern, aber auch zahlreichen Unterstützern, in der Rheinbacher Innenstadt auf die Situation aufmerksam gemacht.

In kürzester Zeit waren die 1.000 Flyer verteilt. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten schon vorher über das Internet von der Situation erfahren.

Es wurden viele Gespräche geführt und viele zeigten sich erschrocken darüber, dass es in unserer beschaulichen Schulstadt zu so einer Situation kommen kann.

Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Rheinbach

Am gestrigen Abend (23.02.2018) haben 20 von der unfassbaren Situation betroffenen Eltern einen gemeinsamen offenen Brief an unseren Bürgermeister Herrn Stefan Raetz verfasst.

Der Brief wurde von den Eltern unterschrieben und heute Morgen Herrn Raetz persönlich übergeben.

Hier der Wortlaut des Briefs:

Sehr geehrter Herr Raetz,

wir sind Rheinbacher…… und das aus ganzem Herzen!

Deshalb wenden wir uns mit diesem offenen Brief nicht nur an Ihre Stellung, sondern auch an Sie „Stefan Raetz“ als Rheinbacher!

Eine Stadt wie Rheinbach lebt von diesem familiären und freundschaftlichen „man kennt sich“ Gefühl!

Viele von uns sind hier zur Schule gegangen. Die Schule „im Ort“ zu besuchen ist nicht nur ein geografischer Vorteil. In der Schule werden Beziehungen und Freundschaften geschlossen!

Dieses Vertrauen, das eine Gemeinde ausmacht, wächst mitunter in der Schule.
Vertrauen, das Mensch zu Partnern, Freunden oder in Geschäftsbeziehungen bringt.

Das Kind in eine benachbarte Gemeinde zur Schule zu bringen, würde uns Eltern u.a. vor eine organisatorische und finanzielle Herausforderung stellen.

Für unsere Kinder jedoch ist es weit mehr als das!
In diesem wichtigen und prägenden Lebensabschnitt, in dem aus Kindern Erwachsene werden, ist eine benachbarte Gemeinde nicht nur eine räumliche Distanz.

Soziale Kontakte, die in der Schule aufgebaut werden, können unter diesen Umständen kaum bestehen bleiben. Ein gesundes soziales Umfeld fördert das Wohlbefinden, die Belastbarkeit und somit die Leistungsfähigkeit der Kinder.

Und Leistung ist das, was die Zukunft von unseren Kindern fordert!

Letzten Samstag haben wir alle ein Schreiben mit der Aufschrift „Rheinbach – Das reinste Vergnügen“ erhalten. Der Inhalt war für unsere Familien dann nicht vergnüglich: Es waren die Absagen der Gesamtschule Rheinbach für unsere Kinder.

Wir wollen, dass unsere Kinder hier in Rheinbach Stadt auf die – von uns mit finanzierten – Gesamtschule gehen können. 

Wir sind uns sicher, dass Sie verhindern werden, dass Rheinbacher Kinder jetzt schon zu „Berufspendlern“ werden!

Rheinbach ist die Stadt der Schulen. Bitte sorgen Sie dafür, dass sich der Slogan „Gesamtschule Rheinbach – eine Schule für alle“ verwirklicht und dass alle Rheinbacher Kinder in ihrer Heimatstadt zur Schule gehen können, den Ort, den sich auch die Zugezogenen aufgrund seines guten Rufes wegen seiner Schulen, ausgewählt haben!

Mit freundlichen Grüßen

Rheinbacher Eltern

Termin: Ausschuss für Schule, Bildung und Sport 01.03.2018

Am 01.03.2018 ab 18:00 Uhr findet die Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport statt.

Raum: Ratssaal, Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, 53359 Rheinbach

Die Beschlussvorlage stellt aber keine Lösung vor, die allen Rheinbacher Schülern einen Schulplatz in Rheinbach für 2018/2019 an der Gesamtschule sicherstellt. Vermutlich werden weiterhin ca. 13 Schüler in eine Nachbargemeinde pendeln müssen.

Wir hoffen, dass zu der Sitzung viele betroffene Eltern mit ihren Kindern kommen und zeigen, dass sie mit der Situation und dem Umgang mit den Kindern nicht einverstanden sind.

Wir hoffen auch, dass möglichst viele Eltern sowie Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger Präsenz zeigen, wenn sie die Situation auch als nicht hinnehmbar für die Schulstadt Rheinbach empfinden.

Aktion Flyer verteilen

Am Samstag, 24.02.2018, ab 10 Uhr, verteilen viele der betroffenen Eltern Flyer in der Rheinbacher Innenstadt, um die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation aufmerksam zu machen.

Situation war schon lange absehbar

Die jetzt an der Gesamtschule Rheinbach aufgetretene Situation war schon seit mehreren Jahren anhand der Schülerzahlen an den Rheinbacher Grundschulen abzusehen.

So wurde zum Beispiel in der BV/0867/2017 “Ausschuss für Schule, Bildung und Sport” mit Entscheidung am 05.04.2017 die Entwicklung der Schülerzahlen für den Einschulungsjahrgang SEK I der nächsten Jahre dargestellt:

  • 2017/2018: 233 Rheinbacher Kinder
  • 2018/2019: 287 Rheinbacher Kinder
  • 2019/2020: 259 Rheinbacher Kinder
  • 2020/2021: 269 Rheinbacher Kinder
  • 2021/2021: 283 Rheinbacher Kinder

Anhand der Zahlen ist der extreme Anstieg für den Jahrgang 2018/2019 schon lange erkennbar und ist jetzt nicht überraschend auf die Stadt und die Schule zugenommen.

Auch für die nächsten Jahre deutet sich keine Entspannung der Situation an, so dass auch in den nächsten Jahren wohl immer wieder die Situation entstehen wird, dass Rheinbacher Kinder, an den von uns als Rheinbacher Eltern mitfinanzierten Schulen, keinen Platz in der weiterführenden Schule erhalten werden.

Die o.g. Beschlussvorlage kann hier heruntergeladen werden.